Angkor Beer bottle and glass

Hello Cambodia!

Wie alles begann

Willkommen auf meinem neuen Blog!
Ich möchte mit ein paar Geschichten über meinen Trip nach Kambodscha vom 15. Februar bis 20. April anfangen.

Mein Aufenthalt hier ist Teil eines Gemeinschaftsprojekts von Punkt.de und webessentials. Natürlich versuche ich nicht die ganze Zeit zu arbeiten, so dass ich hoffentlich auch einige nette und spannende Dinge erleben werde.

Ich hoffe euch gefällt, was ich schreibe und ich würde mich über jede Art von Feedback freuen!

Der Flug

Dieser Flug von Frankfurt nach Bangkok im A380 war bisher der beste Langstreckenflug, den ich je hatte. Meine Beine schmerzten nicht, mein Gesäß schmerzte nicht, das Essen war gut, das Personal von Thai Air sehr freundlich und die Leute drumherum waren alle schön ruhig.

Neben mir saß ein älteres Paar, das leider kein einziges Wort Englisch verstand. So saßen sie später rund zwei Stunden daran, das Visums- und Zollformular auszufüllen. Jedes Wort wurde einzeln im kleinen Taschencomputer eingegeben und besprochen.

Finde es schon cool, wenn sich Leute auch so ins Abenteuer stürzen, aber ich glaube sie werden es schon oft schwer haben und auch einfach übers Ohr gehauen werden.

Als ich dann in Bangkok ankam, musste ich erst etwas rätseln, wo es denn zum nächsten Flug weitergeht. Ausgeschrieben war nur "Flüge nach Osten" und "Flüge nach Westen". Aufgrund meiner gewaltigen Ortskenntnisse habe ich mich dann für den Osten entschieden und die große Menschenschlange als guten Ort zum Anstellen gewählt.

Dort gab es auch ein Schild mit allerlei Zielflughäfen. Phnom Penh stand da nirgends, aber ein netter Mann, der da herumlief, hat mir dann bestätigt, dass ich richtig stehe.

Einige Zeit später war ich dann auch schon im nächsten Flieger. Dieses Mal nur eine "schäbige" 747, aber der Flug ging auch nur eine gute Stunde.

In Phnom Penh lief dann bei der Einreise alles ganz gut. Ich stand wohl auffallend dumm herum, so dass ein Grenzbeamter kam, und für mich den Visumsantrag bearbeitet hat, ohne, dass ich mich anstellen musste ;)

Schnell noch mein Gepäck eingesammelt und los ging's ins Abenteuer!

In das Herz von Phnom Penh

Kaum war ich aus dem Flughafen, wurde ich auch schon freundlich von Dominik (Schweizer, Geschäftsführer von webessentials) empfangen, der mir erstmal half lokales Geld ($$$) zu ergattern. Anschliessend sind wir in ein Taxi und auf den Weg quer durch die Stadt zu seinem Haus, wo ich den ersten Tag unterkommen sollte.

Es gibt öfters in Videospielen und Filmen Einleitungsszenen, wo man in einem beliebigen Gefährt (Laster, Auto, U-Boot, etc.) durch die Welt oder Landschaft fährt, die man anschliessend viele Stunden erkundet oder zerstört, je nachdem ;) Ungefähr das gleiche Gefühl hatte ich bei dieser Taxifahrt. Mit dem Unterschied, dass ich auch die (deftigen) Gerüche wahrnehmen konnte und ich wirklich hier war. Zerstören wollte ich erstmal nichts, aber immerhin 9 Wochen hier leben und arbeiten.

Bei dieser ersten Fahrt konnte ich nicht viel reden oder zuhören. Zusammen mit Jetlag, der Erschöpfung der Reise, meiner Erkältung und all den vielen Eindrücken, war ich komplett ausgelastet. Inzwischen war es etwa 10 Uhr.

Ich sah zum ersten Mal den verrückten Verkehr, die Armut, dazwischen manchmal Reichtum, viel Schmutz und Müll, mir unbekannte Dinge, spielende Kinder, bellende Straßenhunde, allerlei Angebote an Essen und noch viel mehr.

Vermutlich werde ich in den nächsten Wochen genauer beschreiben, was es hier alles gibt und meine Erfahrungen mit diesen Dingen.

Ich weiß nicht genau, wie lange wir gefahren sind, aber irgendwann waren wir dann bei Dominik und ich betrat sein sehr schönes Haus.


Ankommen

Hier lernte ich schon den ersten lokalen Brauch kennen. Schuhe aus beim Betreten einer Wohnung und anschliessend am besten barfuss weiter. In Deutschland ist das ja alles eher abhängig vom Gastgeber und man lässt selten Gäste barfuss herumlaufen.

Ich finde die Sitte nicht schlecht, aber zur Vermeidung von Schmutz trägt sie meiner Meinung nach auch nicht bei, da hier viele mit Sandalen unterwegs sind und genau so viel Schmutz an den Füssen ist, wie auch an den Schuhen selbst.

Anschliessend bekam ich eine kurze Führung durch Dominiks Haus und trank eine Menge kühlen Wassers. Wir sprachen ein bisschen miteinander und beschlossen, später mit ein paar Leuten essen zu gehen. Bis dahin legte ich mich ein wenig hin, schrieb etwa 1000 Leuten, dass ich heil angekommen bin und versuchte etwas zu schlafen.

Ab nach Downtown

Aussicht auf den Fluss Tonle Sap

Mittags ging es dann mit dem Roller zu einem netten Restaurant in der Stadt. Hier lernte ich einige weitere Leute von webessentials kennen und Bekannte von diesen. Ich hatte nicht viel Hunger, da ich während dem Flug bereits drei Mahlzeiten hatte und ich ja eh nicht so der große Esser bin. Also bestellte ich mir einen Spicy-Shrimp-Salad. Die anderen warnten mich ein bisschen vor der Schärfe, aber ich kam gut damit klar und der "Salat" war sehr lecker. Es hatte nicht viel mit Salat zu tun, da es im Prinzip verschiedene Gemüsestreifen, mit einer süßlichen Soße waren, aber sowas finde ich perfekt für so warmes Wetter.

Nach dem Essen hatte Dominik etwas anderes vor, also bot mir Christoph (auch Schweizer) an, mir ein bisschen die Stadt zu zeigen. Wir waren 3-4 Stunden unterwegs und er zeigte mir die grobe Struktur der Stadt und wo es interessante Sehenswürdigkeiten und sonstige Dinge gibt. Wie z.B. das Bier, welches man am Anfang des Artikels sieht ;)

Die Bar, in der es dieses Bier gibt, liegt am Fluss Tonle Sap, der sich einige hundert Meter weiter mit dem Mekong trifft und in diesem aufgeht. Den Namen der Bar habe ich leider vergessen, doch sie liegt gegenüber vom FCC, wo sich scheinbar immer viele Ausländer aufhalten. Man kann in beiden im 2. oder 3. Stock sitzen und hat einen ganz schönen Blick auf den Fluss und das Gewimmel auf den Straßen.

Wir tranken dort also ein paar Bier und fuhren anschliessend noch etwas herum und dann wieder zu Dominik. Christoph erzählte mir sehr viel über die Stadt während wir unterwegs waren. Vielen Dank!

Der Tag geht

Bild von meinen Füßen und einem Buch

Zurück bei Dominik setzte ich mich erstmal gemütlich auf den Sessel in seinem Hof und las ein wenig die "Gebrauchsanweisung für Vietnam , Laos und Kambodscha" von Benjamin Prüfer. Ein sehr nettes Buch, welches sich auch leicht und flott lesen lässt.

Über das Leben des Autors gibt es wohl auch ein Buch, bzw. auch einen Film "Same same but different" welches die Geschichte erzählt, wie er hier in Phnom Penh seine Frau kennenlernte.

Später kam dann auch Dominik wieder zurück und telefoniert einige Zeit. Währenddessen las ich weiter und versuchte irgendwann nur noch wach zu bleiben. Würde ich jetzt zu früh schlafen, wäre ich vermutlich mitten in der Nacht wach, was etwas blöd wäre.

Als Dominik fertig war aßen wir zusammen und quatschten noch eine Weile. Gegen 22 Uhr ging ich dann ins Bett. Am nächsten Tag sollte es schon um sieben losgehen! Geplant war eine Einführung bei webessentials und mittags sollte ich dann in meine Wohnung umziehen, die bis Mitte März meine Bleibe sein wird.