Downtown von Atlanta

Offene Stapel in Atlanta

Aber du warst doch gerade erst...

... ja, aber nur drei Wochen nach meiner Rückkehr aus dem fernen Osten, befinde ich mich nun seit drei Tagen in den Südstaaten.

Es ist schon ein kleiner Kontrast zwischen Phnom Penh und Atlanta. Der Umfang der durchschnittlichen Bevölkerung, die Menge der Autos, die Größe der Gebäude und der Nährwert der Nahrung (wo wir wieder beim ersten Punkt wären).

Immerhin ist das Klima ähnlich, von 37° in Kambodscha, zu 22° in Deutschland wieder zu 31° in Atlanta, ist eine angenehme Abwechslung. Die Luftfeuchtigkeit ist hier allerdings höher, wodurch die Wärme etwas drückender ist.


Der Flug


Park in Downtown Atlanta

Der Flug mit Delta Airlines war nicht so angenehm, wie der Flug mit Thai Air. Die Sitze sind etwas enger, der Flieger älter, die Flugbegleitung ruppiger und auch das Essen konnte nicht so ganz mithalten. Allerdings bin ich auf der Reise halb erfroren und musste mich, während den knapp 10 Stunden Flug, gut in die Decke einwickeln.

Sie brachten mich und meinen Kollegen trotzdem sicher ans Ziel und der Weg durch die Homeland Security gestaltete sich erfreulich unkompliziert und flott. Das war nicht jedes Mal so.


Going downtown

Straße in Downtown Atlanta

Kaum aus dem Flughafen wurde uns schon ein netter Taxifahrer zugeteilt, der lieber Preise direkt ausmachte und etwas Energie sparen wollte, indem er das Taximeter einfach ausgeschalten hatte. Die Quittung bekam ich dann auch als Blankozettel, zum selbst ausfüllen :D

Aber auch er brachte uns sicher zum Holiday Inn und wir machten uns schnell frisch.

Ein kleiner Spaziergang durch die angrenzenden Straßen führte uns zu einem sehr netten Restaurant.

Dort gab es leckeres Essen, eine nette Bedienung und gutes Bier. Ich hatte einen Grillteller sowie Salat und es war ein sehr netter Abend mit guter Unterhaltung.

Ein sehr netter Zwischenfall geschah, als ich mit einem vollen Teller von der Salatbar zurückkam. Eine Frau Mitte dreißig lief vor mir und begann plötzlich etwas herumzutanzen. Ich bin mir nicht sicher, ob sie schon angeheitert war, oder einfach nur fröhlich. Aufgrund dieser Tanzerei musste ich allerdings bremsen, um sie nicht über den Haufen zu laufen. Dies störte mich allerdings in keinster Weise, da ich es immer sehr nett finde, wenn Leute einfach das Leben genießen, auch wenn es nur ein paar Sekunden Tanzen sind :)

Ein paar Meter weiter merkte sie dann allerdings, dass jemand hinter ihr lief. Sie drehte sich also um und erblickte mich, wie ich sie anlächle. Scheinbar muss sie dies etwas aus der Fassung gebracht haben, denn sie schaute mich kurz und intensiv an und sagt, dass ich ein wunderschönes Lächeln habe. Während dieser Worte lief sie allerdings rückwärts und fiel fast über einen Stuhl.

Passiert ist nichts, sie und der Stuhl blieben gerade noch stehen und sie ging weiter. Ich freute mich über diesen lustigen Zwischenfall und das Kompliment. Ausserdem erinnerte ich mich daran, dass ich mehr lächeln sollte. Leute sagen das immer wieder zu mir.

Nach dem Essen tranken Patrick und ich noch ein Bier zusammen an der Hotelbar und gingen dann, von den Strapazen ermüdet, auf unsere Zimmer.

Dort schaute ich noch ein Weilchen House of Cards und schlief irgendwann ein.

Kartenhäuschen

House of cards banner

House of cards, Quelle: https://www.flickr.com/photos/13815526@N02/12175434104

Früh erwachte ich, als der im Zimmer vorhandene Wecker um 5:30 schellte. Der letzte Gast war wohl Frühaufsteher. Ich bin das nicht. Einschlafen konnte ich danach aber auch nicht mehr so gut, also schaute ich weiter House of Cards. Irgendwann schlief ich dann doch noch 1-2 Stündchen und bequemte mich gegen 10 oder 11 dann zum Frühstück.

Dieses war sehr lecker. Es gab frisches Omelette nach Wunsch, Specker, Wurst, Fleischküchle und andere fettige Dinge. Aber auch ein paar Früchte und einen frischen Orangensaft!

Danach begab ich mich wieder zu meiner alten Beschäftigung und schaute weiter Kevin Spacey bei seiner Arbeit zu, bis ich dann kurz vor 15 Uhr die zweite Staffel erledigt hatte. Während all dem Serienschauen chattete ich noch mit ganz vielen Menschen und genoss ein bisschen das Faul sein. Kann man ja nicht so oft.

Der rote Sonntag

Große Flaschen im Coca Cola Museum

An einem Sonntag ist ja generell nicht viel los und da es klar war, dass dies der einzige Tag ist, an dem ich etwas Sightseeing betreiben könnte, suchte ich mir das perfekte Ziel dafür.

Dieses war schnell gefunden, da es nur wenige hundert Meter vom Hotel entfernt war: "World of Coca Cola".

Soooo lange hatte ich von diesem Ort geträumt und endlich wurde mein Wunsch erfüllt. Eigentlich nicht, denn ich trinke Cola nahezu nie und wenn dann nur als Zutat eines Longdrinks, aber egal.

Der Eintritt war recht günstig, nur 16$ + Steuer und am Schluss gabs ja schliesslich so viel Coke zu trinken wie man mochte + 1 Flasche gratis.

Insgesamt war das ganze eine lange Werbeveranstaltung und sehr amerikanisch. Die Pop Art Galerien mit Werbung aus den letzten 100 Jahren haben mir aber dann doch recht gut gefallen. Schliesslich habe ich auch hübsche Cola Frau in meinem Wohnzimmer als Poster.

Zu sehen bekam man ausserdem eine kleine Produktionsstraße der Flaschen, 4D-Kino, den Tresor mit dem Rezept und einen "waschechten" Eisbär der herumlief und mit dem man Bilder machen konnte. Den Rest habe ich schon wieder vergessen.

Huch ein Biergarten!

Nach diesem grandiosen Coca Cola Erlebnis waren wir dann auch sehr hungrig und fanden einen echten deutschen Biergarten.

Es gab auch fast nur deutsches Bier und ausschliesslich deutsches Essen. Die Preise waren auch gut und so versackten wir dann recht lange in dieser Lokalität.

Nach drei (vier?) Doppelböcken war ich dann auch irgendwann etwas müde und so ging der wunderschöne Tag auch wieder zu Ende.

Ab zur Konferenz

Große Teilnehmerzahl bei Keynote

Da ich lernbehindert bin, wachte ich erneut um 5:30 unsanft auf.

Einschlafen klappte wieder nicht und so lag ich herum, schrieb mit Leuten und dachte nach.

Um 8 ging es dann zum Frühstück ins Waffle House, was auch ganz ok war. Anschliessend schnurstracks ungefähr 500 Meter zur Konferenz.

Dort waren verdammt viele Leute. In der großen Halle schätze ich so 2000. Der Organisator meinte dann in der Keynote, es wären um die 4500.

Schon krass. Bis vor ein paar Wochen hatte ich noch nie etwas von OpenStack gehört.

Da ich so ziemlich keinerlei Ahnung von den Inhalten der Talks hatte, ging ich dann den ganzen Tag in alles, was sich zumindest näherungsweise interessant für unser Projekt anhörte und lernte langsam dazu.

Inzwischen verstehe ich ein paar Dinge etwas besser, aber da gibt es noch viel zu lernen.

In der Mittagspause gönnte ich mir dann auch zur Abwechslung etwas Spaß bei den Sponsorenständen. Ich spiele ein bisschen mit einer Oculus Rift Brille, was bedeutete, dass ich als Elefant mit meinem riesen Rüssel irgendwelche Tier, Häuser und Menschen zerstörte. Alles durch die Bewegung meines Kopfes.

Warum durfte ich nicht Quake spielen?

Leider war es noch eine ältere Version der Brille und daher die Auflösung schlecht und man konnte ein bisschen an den Rändern rausschauen. Cool wars trotzdem!

Karikatur von Sebastian Helzle

Am Stand von Rackspace stand ein Karikaturist herum, der innerhalb weniger Minuten wirklich sehr cool Bildchen malte auf einem iPad Mini. Da gerade wenig los war, stellte ich mich gleich an und wurde dann auch sehr perfekt illustriert :D

Er fragte mich dann auch gleich, ob er ein Foto mit mir und meinem Bild für sein Blog schießen darf.

Natürlich sagte ich ja, schliesslich fragte er nicht jeden!

Beim Essen kam aus meinem Glückskeks auch noch eine sehr nette Botschaft, die mir den Tag vollends versüßte.

Insgesamt war es recht interessant, auch mal verschiedenste Arten von Servern und Racks zu sehen. Ach falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte: OpenStack ist eine Software zur Verwaltung und Automatisieren von Rechenzentren bzw. Clouds.

Ausblick

Nachtaufnahme von Atlanta

Gegen 18:30 war ich dann auch irgendwann bedient wieder im Hotel.

Weil ich mir als Tagesziel gesetzt hatte, einen Blogartikel zu anzufangen, schrieb ich diesen dann einfach gleich ganz. Keine halben Sachen.

Bis Freitag geht es dann weiter mit zahllosen Vorträgen. Ich hoffe sie werden interessant und ich kann mit mehr Wissen nach Deutschland zurückkehren.

Falls nicht, habe ich immer noch das schöne Erlebnis in der Coca Cola World und meine Karikatur.